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Herbie Hancock – Maiden Voyage

Auch wenn man die enorme Menge an Aufnahmen berücksichtigt, die unter dem Namen von Herbie Hancock in den Sechzigern veröffentlicht wurden, ist und bleibt „Maiden Voyage“ aus dem Jahr 1965 eines der größten künstlerischen Meisterwerke in der Karriere des großen Pianisten. Auf diesem Album wird Hancock von seinen Kollegen Ron Carter (Kontrabass) und Tony Williams (Schlagzeug) aus dem Miles Davis Quintett begleitet, zu denen sich Freddie Hubbard an der Trompete und George Coleman am Tenorsaxophon hinzugesellen. Auf „Maiden Voyage“ begibt sich das famose Quintett auf eine ozeanische Entdeckungsreise – mit fünf Originalstücken von Hancock, von denen viele zu unvergänglichen Standards des Jazzrepertoires geworden sind, darunter der Titelsong „Eye Of The Hurricane“ und „Dolphin Dance“. Das Album wurde 1999 mit dem Grammy Hall of Fame Award ausgezeichnet.

Im Zuge der extrem populären „Blue Note 85th Anniversary Reissue Series“, präsentiert Universal Music Japan das klangliche eindrucksvolle Remastering dieses Jazz-Klassikers durch den legendären Kevin Gray, der auch für die analogen Neuauflagen von Blue Note US wie „Tone Poet“ und „Classic Vinyl“ verantwortlich ist – als limitierte Japan-UHQCD mit OBI-Stripe. Die ursprünglichen Recording-Sessions zu „Maiden Voyage“ fanden am 17. März 1965 im Rudy Van Gelder Studio, in Englewood Cliffs, New Jersey, statt.

 

UHQCD steht für Ultimate High Quality Compact Disc und ist eine gemeinsame Entwicklung des japanischen CD-Replikationsunternehmens Memory-Tech und der Audio Quality CD Company aus Hongkong. UHQCDs werden, anders als herkömmliche CDs, nicht aus Polycarbonat gepresst, sondern aus einem Photopolymer gegossen und mit UV-Licht ausgehärtet. Zum Kratzschutz des weicheren Photopolymers wird eine weitere Schichte hochreinen Polycarbonats aufgebracht. Die Kombination ergibt eine deutlich verringerte Spiegelung des Laserlichts im Inneren der CD und einen unerreicht präzisen Kantenübergang zwischen Pits und Lands der CD. UHQCDs sind zu 100% kompatibel mit normalen CD-Spielern. Musikalisch ergibt sich ein stark an analoge Masterbänder erinnerndes Klangbild.

Während die ersten UHQCD-Serien von Universal Music Japan auf die DSD-Daten vorheriger SHM-SACD Veröffentlichungen zurück griffen, erscheinen mit zunehmender Popularität nunmehr auch Alben, die zuvor noch nicht als SHM-SACD veröffentlicht waren. Typischerweise werden die Masterbänder der Universal Archive hierzu neu in DSD konvertiert. UHQCDs sind ideal für Musikfreunde, die dem Klang der Aufnahme möglichst nahe kommen wollen, jedoch keinen SACD-Spieler besitzen.

Miles Davis – Milestones

Die “Milestones” in Stereo von MFSL! Eingebettet zwischen “Round About Midnight” und “Kind of Blue”, ist dies das einzige Studioalbum, dass Davis mit seinem Original-Sextett aufnahm: Cannonball Adderley, John Coltrane, Red Garland, Paul Chambers und Philly Joe Jones. Jazzkenner sehen in dieser Besetzung bereits den Grundstein des späteren BlueNote-Records-Haussounds, und doch überraschte der Blueseinfluss.

Bekannt wurde das Album für die Einführung modaler Stimmungen in den Jazz auf dem namensgebenden Stück „Milestones“. Die bislang nur in MONO von MFSL erhältliche Hybrid-SACD findet nun in Stereo als nummerierter Auflage den Weg in Ihre Sammlung. Das Remastering für Mobile Fidelity Sound Lab übernahm Shawn R. Britton.

Cannonball Adderleys – Somethin‘ Else

„Somethin‘ Else“ aus dem Jahr 1958 ist Cannonball Adderleys einziges Blue-Note-Album und es wäre vermutlich allein schon wegen der Anwesenheit von Miles Davis in die Musikgeschichte eingegangen. Doch es ist mehr als das; Davis schlüpfte für das Album in die Rolle des Sideman. Nein, Adderleys Werk gilt heute als Meilenstein des Jazz, weil die Chemie zwischen den Bandmitgliedern stimmt, wegen des Enthusiasmus der Mitwirkenden und wegen der raffinierten Arrangements – ganz zu schweigen von der erstklassigen Produktion.

Die Interpretationen von „Autumn Leaves“ und „Love for Sale“ auf „Somethin‘ Else“ gelten heute als definitive Aufnahmen der beiden Titel. In „Autumn Leaves“ bringen Adderley und Davis unterschiedliche Ansätze ein und klingen doch wie aus einem Guss. Die gedämpfte Trompete von Davis und das üppige Altsaxophon von Adderley verschmelzen zu einer Performance, die als Musterbeispiel für Ausdruck, Raffinesse und musikalischen Fluss gilt. Blues und Romantik strömen aus ihren Blasinstrumenten.

Ein Meisterwerk des Jazz.

Nohra Jones – Feels like Home

Es ist schwierig, ein zweites Album zu produzieren, das besser ist als ein 18 Millionen Mal verkauftes Debütalbum, das auch noch mit acht Grammys ausgezeichnet wurde. Schwierig, aber nicht unmöglich. Wer es schafft, die Radiotauglichkeit von Come Away with Me einmal zu vergessen, wird feststellen, dass es mit diesem Album aus dem Jahr 2004 tatsächlich gelungen ist. Jones traut sich auf Feels Like Home, die zuvor betretenen Pfade des jazzigen Pop in Richtung eines 70er Jahre Singer/Songwriter-Stil zu verlassen. Das klingt manchmal nach Americana, manchmal nach Country, immer etwas wie Jazz und gleichzeitig wie ein großer Tagtraum.

Das Album enthält den Radiohit Sunrise, der wiederum mit einem Grammy für die beste weibliche Gesangsleistung ausgezeichnet wurde. Wer jedoch abseits dieses Songs sucht, der findet durchaus auch etwas Emmylou Harris und Cassandra Wilson im musikalischen Gepäck von Norah Jones.

Das Ursprungsalbum war klanglich bereits gut und Kevin Grey von CoHearent Audio hat mit den Originaldaten jetzt ein aktuelles ReMastering mit klanglicher Feinarbeit vorgelegt.

Norah Jones – Not to Late

Das dritte Norah-Jones-Album aus dem Jahr 2007 war ein Schritt zurück. Nicht etwa musikalisch oder gar klanglich, sondern ein Schritt weg von Massenmarkt-Verkäufen und weltweiter Bekanntheit. Norah Jones klingt nicht mehr wie ein Überbleibsel aus den 70er Jahren, sondern erlaubt sich mit selbst geschriebenen Songs und Sprüngen zwischen intimen Arrangements und vollständiger Bandbegleitung einfach einmal sperrig zu sein. Während jeder einzelne Song für sich interessant ist, wirkt das Album in den Augen der Kritiker wie ein zu groß geratenes Demotape auf dem jemand zeigt, was er eigentlich alles kann.

Trotz der weniger kommerziellen Natur des Drittlings gibt es auch hier mit The Sun doesn’t like You einen Radiohit. Musikalisch ist es schon fast schwierig, das Album als Pop-Musik zu beschreiben, denn die musikalischen Sprünge, bei denen die vollbesetzte Band von Jazz zu Country umschwingt, auf den dann wieder ein ganz subtiler Song mit minimaler Besetzung folgt, sind größer als man dieses von einem Pop-Album erwarten dürfte. Trotz dieser Sperrigkeit zeigte sich Norah Jones mit der Entwicklung auf diesem Album, weg von der Vortragenden eines Werkes, zu einer Künstlerin, die ihre eigenen Gedanken auslebt, sehr zufrieden.

Das Ursprungsalbum war klanglich bereits gut und Kevin Grey von CoHearent Audio hat mit den Originaldaten jetzt ein aktuelles Remastering mit klanglicher Feinarbeit vorgelegt.

Norah Jones – The Fall

Im November 2009 erschien das vierte Norah-Jones-Album und die Welt hatte mit einem weiteren Album voller Schmusejazz zur Weihnachtszeit gerechnet. Damit lag sie völlig falsch. Jones emanzipiert sich gekonnt vom Schmuse-Genre und bietet 13 selbstkomponierte Songs mit deutlich moderneren Klängen. Es gibt einen Beat, elektrische Gitarren und ein elektrisches Wurlitzer-Piano. Nicht geändert hat sich hingegen die unverändert einschmeichelnde Stimme von Jones und ihre Fähigkeit ein, musikalisches Bild auszugestalten. Kein Rock-Album, aber ein Schritt hinaus aus einem vordefinierten Genre – und von den Kritikern hoch gelobt.

Diese Neuerscheinung wurde durch Kevin Gray von Cohearent Audio neu abgemischt und erscheint als Hybrid-SACD. Das neue Klangbild hat mehr Ruhe und Ausgeglichenheit und bietet gerade dadurch einen Blick auf zuvor verborgene Details.

Norah Jones – … Little brocken Hearts

Wenn man nicht wüsste, dass Norah Jones eigentlich einen Ruf als Schmuse-Sängerin inne hat, so käme man nach dem Hören dieses Albums kaum darauf. Die Produktion aus dem Jahr 2012 stammt von Danger Mouse und das Motiv der verlassenen Künstlerin taugt trotz der selbstgeschriebenen Songs wenig als Leitbild. Jones mag zwar Verachtung in ihre Stimme legen und Danger Mouse einen verwobenen Klangteppich darüber weben, doch es bleibt ein Album der sanften Töne, das erst beim zweiten oder dritten Reinhören in den Bann zieht. Norah Jones geht also elektronisch und mit Basslinie.

Diese Neuerscheinung wurde durch Kevin Gray von Cohearent Audio neu abgemischt und erscheint als Hybrid-SACD. Im Gegensatz zur normalen Produktion erscheint das Album deutlich ruhiger und analoger beim Zuhörer. Die Produktion mag zwar digital erfolgt sein, doch muss man dies dem Zuhörer nicht unbedingt unter die Nase reiben.

 

Santana – Borboletta

Nach heißen Live-Acts und subversiven Ausflügen in die Nachbeben des Woodstock-Feelings lassen sich Santana und Band in ihrem sechsten Album auf befriedetem Studiogrund nieder. Nicht von ungefähr witterte die puristische Fan-Fraktion unter den Flügeln des blaufarbigen Schmetterlings-Covers eher die sanfte Landung im Garten kultivierter Klänge anstatt hartes Durchstarten auf wildem Terrain.

Doch der Reihe nach: Eingestimmt von halbnaturalistischen Geräuschen, schwingt der ‚Canto De Los Flores‘ in getupften Figuren des Rhodes-Piano auf multikulturellen Trommelwellen. Wie einer Verdichtungsdramaturgie gehorchend, schließt sich mit „Live Is Anew“ eine druckvoll arrangierte Ballade an, gefolgt vom emotionsgeschüttelten Rock-Style („Give And Take“). Wieder ganz im Zuhause Santanas angekommen, nährt und erfrischt der sahnige, episch breite und seidig vibrierende Gitarren-Cocktail („Promise Of A Fisherman“).

Spätestens jetzt fühlt man mit den zart besaiteten Naturburschen, die auf der ewigen Jagd nach dem Schmetterling namens „Borboletta“ in der Fülle des Wohllautes waren. Sie dürfen sich nun dieses seltene Exemplar in die Schmetterlings-Sammlung oder besser auf den Teller legen.

Carlos Santana (g, perc); Tom Coster (keyb); Leon Patillo (org, el-p, voc); Stanley Clarke (b); Michael Shrieve, Leon „Ndugu“ Chancler (dr); Airto Moreira, Flora Purim (perc); Jose „Chepito“ Areas, Armando Peraza (perc, cga), u.a.

Aufnahme: 1974 von Glen Kolotkin

Produktion: Carlos Santana, Michael Shrieve & Tom Coster

Diese Speakers Corner Produktion wurde unter Verwendung von analogem Masterband und Mastering 100% rein analog gefertigt. Mehr Informationen unter www.pure-analogue.com. Alle Lizenzen und GEMA-Beiträge wurden abgeführt.

Eagles – Desperado

„Desperado“ scheint ein universelles menschliches Thema anzusprechen – die Vorstellung, dass wir im Grunde alle Herumtreiber sind, die im Leben immer auf der Suche nach immer schwer fassbaren Zielen wie Stabilität, Gesellschaft, Zugehörigkeit und Zufriedenheit sind. Das Album der Eagles aus dem Jahr 1973 verbindet stimmige Western-Arrangements mit konzeptionellen Erzählungen und trifft damit ein bewährtes amerikanisches Prinzip: den Westen und die Freiheit, das Versprechen und die Gefahr, die er in der Geschichte der USA verkörpert hat. Anspruchsvoll und doch zugänglich, tiefgründig und doch direkt, bleibt „Desperado“ ein überragender Einfluss auf den Country-Rock und ein entscheidender Teil der Entwicklung und Evolution der Eagles.

Die neu gemasterte, nummerierte Hybrid-SACD von Mobile Fidelity zollt der Bedeutung der Platte Tribut und ist ein Erlebnis für jetzige und kommende Generationen. Sie bietet eine lebendige, dynamische, transparente, ausgewogene und intime Sicht auf eine Veröffentlichung, deren Bedeutung in der heutigen Zeit immer mehr zunimmt, und ist klanglich so gelungen, dass sie der ein Werk aufwertet, das Audiophilen schon immer am Herzen lag. Die Gelegenheit, die goldenen Harmonien der Eagles, die unterschiedlichen Klangfarben der Stimmen und das Zusammenspiel zwischen akustischen und elektrischen Instrumenten zu genießen, war noch nie so gut.

Eagles – Hotel California

Im Jahr 1976 veröffentlicht, wurde „Hotel California“ zu einem der erfolgreichsten Alben der Musikgeschichte überhaupt. Nach fünf triumphalen Jahren mit Rekordverkäufen und kräftezehrenden Tourneen war die Unbeschwertheit der Eagles dahin. Stattdessen unternahmen Don Henley, Don Felder, Glenn Frey, Randy Meisner und Joe Walsh eine Reise durch die Schattenseiten von L.A., der schillernden Metropole an der Westküste, in der Traum und Alptraum so dicht beeinander liegen.

Die Faszination für das Beverly Hills Hotel, dem in Stein gehauenen Mythos Hollywoods, bewegte die Band zu einer Recherche über Hotels im Allgemeinen. Es entstand ein ikonischer Song, dessen Exegese bis heute andauert. „Hotel California“ wurde zu einem weltweiten Phänomen, das bis heute mit seinen malerischen Melodien, seiner erzählerischen Tiefe und seiner Einfachheit Musikfans aller Generationen anspricht.